14. Tag - 30.09.2010 - Donnerstag
Wetter: Heiß, 36°C
Heute schliefen wir endlich mal bis 8.30 Uhr. Wir hatten direkt zu tun, noch rechtzeitig zum Frühstück zu kommen, das um 9.00 Uhr endet. Wieder gab es hier Bacon und Eggs zum Frühstück und auch sonst, eine tolle Auswahl
Das kannten wir schon von 2008.
Heute sollte es nach Berlin gehen. Wir fuhren los und bald ging es nach Tonopah rechts ab. Aber, oh Überraschung, es hieß in 20 Meilen endet das Pavement, was soll das denn. Ich holte die Karte hervor und verglich sie mit meiner Route im GPS. Na toll, hab ich mich doch von Topo leimen lassen und auf eine Gravelroad schicken lassen. 80 Meilen lang, nein danke. Auf geteerten Straßen dauert es nach Berlin wohl Stunden, ohweh, das war mein Planungsfehler, da hatte ich nicht gründlich genug geschaut
Aber mein Fehler bescherte uns unsere erste Tarantel in diesem Urlaub
Also zurück Richtung Tonopah und Alpine in Angriff genommen. Alpine ist eine Mine in den Lone Mountains. Wir kamen zu dem Punkt, an dem laut Topo die Abfahrt sein sollte, es ging eine Straße ab. Aber leider endete diese bald im Nirwana, Mist, hier waren wir verkehrt
Ich hatte aber noch zwei Möglichkeiten abgespeichert. Also ab zur nächsten. Auch hier ging die Straße genau an den Koordinaten ab. Anfangs war sie auch gut zu fahren, dann wurde das Gestrüpp in der Fahrspur immer mehr. Prima, daß der Edge eine gute Bodenfreiheit hat. Aber trotzdem nervt das Geschepper, welches das Gestrüpp unterm Auto macht. Wir kamen bald an ein Haus, natürlich verlassen. Das sahen wir uns kurz an.
Dann suchten wir unsere Straße, aber sie war weg. Wir fuhren alle Möglichkeiten ab, die es vom Haus aus gab, alle führten woanders hin, als wir mußten. So ein Mist
Klaus hatte beim fahren von Abfahrt eins zu Abfahrt zwei bei einem Umspannwerk eine weitere Straße gesehen. Die wollten wir auch noch probieren. Also zurück.
Tatsächlich lief die Straße genau auf die gespeicherte Route zu. Wir fuhren immer parallel. Die gespeicherte Straße gab es gar nicht, das sah man. Also waren wir richtig.
Bald kamen wir zu Sanddünen, die mußten wir offensichtlich umrunden. Das ging ganz gut, aber die Dünen hörten nicht auf. Mittlerweile war auch die Straße sandig, aber wie. Immer tiefer wurde der Sand. Und keine Möglichkeit anzuhalten. Denn dann würden wir feststecken. Also immer weiter, das ging ewig so. Klaus gab Vollgas und der Edgi grub sich durch. Wer jemals etwas gegen den Edge und seine Qualitäten vorgebracht hat, sollte dies hier sehen. Klaus meinte zwischendurch, der fährt sich genauso wie der Trailblazer. Das einzige Manko ist, daß der Edge keine Platte unterm Motorraum hat.
Und so gruben wir uns voran. Mir war schon ganz schön mulmig
Wenn wir hier steckenbleiben, kommt so schnell niemand vorbei, das wäre echt sch....
Endlich kam, nach gefühlten fünf Ewigkeiten, ein Platz, wo der Sand fester war. Hier hielt Klaus an und drehte um. Der Edge hat einen gigantischen Wendekreis. Absolut top
Und nun hieß es zurückreiten. Juchhu, Klaus und Edgi ackerten sich durch und ich versuchte nun Fotos zu machen. Allerdings schüttelte es mich dermaßen durcheinander, daß die Hälfte unscharf war, aber macht ja nichts. Endlich waren wir draußen, was für ein Ritt.
In der Nähe waren noch Überrest einer alten Anlage, die sahen wir uns noch kurz an.
Wir hatten nun für heute die Nase voll und beschloßen zurück nach Tonopah zu fahren und an den Pool zu gehen.
Klaus sah aber auf dem Weg durch Tonopah rechterhand noch etwas, was nach Mine aussah. Als wir abbogen und hochfuhren entpuppte sich dies aber als die wohl uralte Müllhalde des Ortes. Ich möchte sagen, mindestens eine Quadratmeile lag voll mit altem Schutt. Und ein Schild, daß man ja nichts mehr dazuwerfen durfte. Das war ein Paradies für Klaus. Er ging los und ich packte meinen Stuhl aus, einem Roman, ein Bier und setzte mich in die Sonne. Wir waren ganz allein, es war total still. Nur Klaus hörte man ab und zu. Er wurde fündig. Ein altes Tintenfaß und eine alte Flasche. Da wir von offiziellen Plätzen natürlich nie etwas mitnehmen, sind solche wilden Müllkippen, die seit x Jahrzehnten bestehen, natürlich eine Fundgrube.
Zufrieden fuhren wir zurück ins Hotel. Der Sand hatte ziemliche Spuren an unserem Edgi hinterlassen, die wir kurzerhand entfernten
Nun ging es ab an den Pool. Wieder war es sauheiß hier, aber wir waren wieder ganz allein.
Abends gingen wir ins Tonopah Station Casino, dem das Ramada angeschlossen war. Das Essen war ganz okay, aber kein Brüller.
Dann ging es ins Casino. Als erstes tauschten wir einen Traveller Cheque, das verursachte schon einen Auflauf.
Dann gingen wir spielen. Klaus wollte bald den Automat wechseln, dummerweise war der wohl hin. Er mußte auf den Attendant warten, bis der ihm das restliche Geld bar auszahlte. Der Herr neben mir hatte das gleiche Problem. Klaus ging in eine andere Ecke, ich wollte folgen und wollte auscashen, aber siehe da. Auch ich mußte auf den Attendant waren, der die angezeigte Summe bar brachte. Dann ging ich zu Klaus. Der hatte schon wieder auf cashout gedrückt und schon wieder wurde der Attendant angezeigt. Als der kam, fragte ich, was hier los ist, der meinte doch glatt, das läuft hier so. Jede Auszahlung wird bar vorgenommen. Ja geht's denn noch, sind die hier bescheuert
Unglaublich. Wir nahmen unser Geld und gingen.
Wir versuchten es noch im zweiten Casino im Ort, aber das war so klein, daß die gerade stattfindende private Birthday-Party mit Buffet das gesamte Casino ausfüllte. Also heim ins Zimmer und gemütlich Chuckie und Bier getrunken.
Infos zum Best Western