Wieder standen wir um 7.20 Uhr auf. Das Frühstück ließen wir aus. Da wir beschlossen hatten, daß wir den Great Basin NP nicht machen werden, stornierte ich gleich die 3. Nacht hier. Wir hatten weder Lust auf eine Tropfsteinhöhle noch wollten wir die Bristlecones sehen. Außerdem waren das 70 Meilen einfach zu fahren, das war uns zu viel.
Heute stand Hamilton und die Belmont Mill auf dem Programm. Wir hatten dafür von Markus seinen Track bekommen, dankeschön Ich hatte noch Eberhardt hinzugefügt.
38 Meilen westlich von Ely ging es links auf eine gute Gravelroad.
Nach 10 Meilen sahen wir links oben einen Grabstein. Uih, ein alter Friedhof, da mußte ich hin. Wir fuhren eine schlechte kurze Gravelroad hoch. Klaus blieb am Auto und ich stamperte über den Friedhof. Leider waren viele Grabstellen nicht mehr erkennbar. Vorsichtig, wegen Schlangen ging ich durch das Gestrüpp und machte ein paar Bilder.
Dann ging es weiter, um die Kurve, nach Hamilton. Es sind noch einige alte Mauern über und ein Gebäude, das von weitem nagelneu aussah. Dabei war es auch schon wieder verlassen. Wir sahen uns drinnen um, dem Dreck nach sind hier schon einige Partys gestiegen.
Bei Eberhardt versuchten wir noch die Argyle Mine zu erreichen, aber die Road war zu heftig und vor allem zu eng. Da paßte unser SUV einfach nicht mehr durch. Wir hatten eh schon wieder links und rechts diese staubigen Kratzer.
Also zurück nach Hamilton und weitere 5 Meilen zur Belmont Mill.
Und wieder sahen wir freilebende Pferde.
Dort angekommen sahen, wir ein Auto, einen Stuhl, eine Kühltasche, eine Gallone Wasser und eine giftgrüne Leiter an einem der alten Gebäude lehnen. Von der Mill sah kurz darauf ein junger Mann mit knallroten T-Shirt runter, der winkte und wieder verschwand. Auf seinem Rücken stand Adoptions Staff. Das war wohl einer der Freiwilligen, die sich um den Erhalt von Minen, Mills und Ghost Towns kümmern.
Wir sahen uns erstmal unten um.
Dann stiegen wir zur Mill hoch. Wir sahen, daß es zwei junge Männer waren, die ausmaßen und notierten. In und rund um die Mill sahen wir uns gründlich um.
Dann ging es wieder zum Auto. Es war sauheiß, 38°C, wir schwitzten unglaublich Ely sollte der kälteste Ort unserer Reise sein, das kann man nicht behaupten.
Wir fuhren dann noch einen kleine schmale Gravelroad, wo uns auf den ersten Metern, in einer Kurve gleichmal ein Auto entgegen kam. Der Schreck war bei beiden Parteien groß
Leider führte der Weg nirgends hin, also kehrten wir wieder um und fuhren schlußendlich nach Ely zurück.
Es war 16.00 Uhr als wir wieder da waren. Wir suchten als erstes eine Waschanlage, denn man konnte sich unserem Auto nur noch mit einem Staubwedel nähern. Aber die einzige Waschanlage war außer Betrieb, also tankten wir und bearbeiteten dort die Rückseite unseres Autos mit zwei Scheibenwaschwischern. Wir mußten oft laufen, bis der gröbste Dreck weg war.
Im Motel schütteten wir noch einige Eiseimer Wasser über die Rückseite. Das Motel bot dicke Putzlappen an, die nutzten wir dazu. So brachten wir die Rückseite soweit sauber, daß man wieder ein- und ausladen kann, ohne von oben bis unten voll Staub zu sein.
Dann gab es vor dem Zimmer erstmal ein kühles Bier
Nachdem wir uns frisch gemacht hatten, fuhren wir in das Prospector Casino zum essen. Der Burger war in Ordnung, aber nothing to write home about.
Dann spielten wir noch ein wenig. Nachdem aber die Bierversorgung um 19.15 Uhr eingestellt wurde und wir immer durstiger wurden, gingen wir nachhause.
Dort setzten wir uns wieder vors Zimmer und zischten ein Bierchen, es können auch mehr gewesen sein